Ökonomische Themen des Sports im Spiegel deutscher Tageszeitungen zwischen 1984 und 2006 dargestellt an den Titeln „DIE WELT“, „Frankfurter Allgemeine Zeitung“, „Kölnische Rundschau“, „Stuttgarter Zeitung“, „Bild-Zeitung“, „B.Z.“, „Financial Times Deutschland“, „HANDELSBLATT“

Nowak, Gerhard (2008) Ökonomische Themen des Sports im Spiegel deutscher Tageszeitungen zwischen 1984 und 2006 dargestellt an den Titeln „DIE WELT“, „Frankfurter Allgemeine Zeitung“, „Kölnische Rundschau“, „Stuttgarter Zeitung“, „Bild-Zeitung“, „B.Z.“, „Financial Times Deutschland“, „HANDELSBLATT“. Dissertation thesis, Deutsche Sporthochschule Köln.

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Kurzfassung

Tageszeitungen besitzen durch die Auswahl und Präsentation bestimmter Mediencontente Profilierungsmöglichkeiten gegenüber anderen Massenmedien. Ein Themenkomplex ist die Berichterstattung über ökonomische Aspekte des Sports. Mittels einer quantitativen und qualitativen Inhaltsanalyse wurden im Zeitraum von 1984 bis 2006 acht ausgewählte Tageszeitungen vollständig untersucht, d.h. nicht nur die „Sport-Seiten“ ausgewertet. Anhand eines Codierbogens wurden über 140.000 Tageszeitungsseiten nach Text- und Fotobeiträgen hinsichtlich 21 ökonomischer Teilthemen untersucht. 5.677 codierte Veröffentlichungen zeigen folgenden folgende Ergebnisse festzustellen: Deutsche Tageszeitungen berücksichtigen in nennenswertem Maße ökonomische Themen des Sports. So publizierten in 1984 die untersuchten Medien durchschnittlich 7,7 Veröffentlichungen pro Untersuchungstag (absolut 131 Artikel), 2006 waren es 35,5/1.065. Über 30 Prozent aller Veröffentlichungen stehen nicht auf ausgewiesenen „Sport-Seiten“. Im Fußball-WM-Jahr 2006 liegt dieser Wert bei den überregionalen Zeitungen sogar bei fast 60 Prozent. Sportgroßveranstaltungen werden mit Bezug auf den Nachrichtenwert „Sensationalismus“ stärker zum Anlass für Berichterstattung über ökonomische Themen genutzt, als „alltägliche“ Ereignisse mit wirtschaftlichem Hintergrund. Insgesamt zeigen überregionale Tageszeitungen und die Wirtschafts-Tageszeitungen ausführliche Hintergrundberichterstattung; während sonst die Darstellungsform „Nachricht“ deutlich dominiert. Der Anteil der selbst recherchierten und geschriebenen Texte nimmt bei allen untersuchten Tageszeitungen zu; am stärksten bei den Regional-Zeitungen vor den über-regionalen Zeitungen. Das unterschiedliche Medien-Framing spiegelt sich besonders bei der Anzahl und behandelten Thematik von Berichten wider. Wirtschaftszeitungen widmen sich vorrangig dem Bereich „Sportindustrie“, überregionalen Tageszeitungen den Themen „Finanzierung“ und „volkswirtschaftliche Be-deutung“, regionalen Blätter stellen „Vermarktungsrechten TV“ in den Focus und Boulevardtitel thematisieren „Gehälter“. Die Arbeit legt die Vermutung nahe, dass in den 2000er-Untersuchungsjahren bei den Wirtschafts- und überregionalen Zeitungen im Hinblick auf die Themenauswahl ein „intermediales Agenda Setting“ (Danielian/Reese 1989, Kepplinger 1998, Schauerte 2006, McCombs 2006) vorliegt. Dies ist nicht der Fall bei den untersuchten Regional- und Boulevard-Zeitungen.

Typ des Eintrags:Hochschulschrift (Dissertation)
Stichwörter:Massenmedien; Ökonomisierung, Sportberichterstattung
Themengebiete:A Allgemeines > AC Alle Werke
ID-Code:72
Hinterlegt von:Gerhard Nowak
Hinterlegt am:14 Jul 2008 12:53
Letzte Änderung:05 Jan 2009 12:19

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