Sportpartizipation und Einsamkeit - Die Bedeutung der Gruppenidentifikation und des sozialen Wohlbefindens im Sport

Pels, Fabian (2014) Sportpartizipation und Einsamkeit - Die Bedeutung der Gruppenidentifikation und des sozialen Wohlbefindens im Sport. Dissertation thesis, Psychologisches Institut.

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Kurzfassung

Einsamkeit, die aus einem qualitativen Mangel in den Sozialbeziehungen eines Individuums resultiert, ist durch zahlreiche negative Folgen ein individuelles, aber auch ein gesellschaftliches Problem. Sozialbeziehungen ent- und bestehen beispielsweise durch Sportpartizipation, die fester Bestandteil der Gesellschaft ist. Von diesem Ausgangspunkt wurde in drei aufeinander folgenden Studien untersucht, ob Sportpartizipation das Einsamkeitserleben beeinflusst und unter welchen Bedingungen sie eine Option zur Einsamkeitsreduktion darstellt. In Studie 1 wurde festgestellt, dass sportlich aktive Menschen sich grundsätzlich nicht im Einsamkeitserleben von der Gesamtbevölkerung unterscheiden. Sowohl Studie 1 als auch Studie 2 zeigten, dass Menschen, die in ihrer Sportgruppe soziales Wohlbefinden erleben, weniger einsam sind als solche mit einem geringeren sozialen Wohlbefinden. Zudem deuteten die Ergebnisse darauf hin, dass Menschen, die sich stark mit ihrer Sportgruppe identifizieren, ein geringeres Einsamkeitserleben haben, sofern die Sportgruppe für sie bedeutsam ist. Studie 3 konnte experimentell zeigen, dass der Beziehungsaspekt des sozialen Wohlbefindens, der widerspiegelt, wie eingebunden Menschen sich in einer sozialen Situation fühlen, dann besonders hoch ist, wenn eine kooperative sportliche Aktivität durchgeführt wird. Daraus kann gefolgert werden, dass Menschen zum Zwecke einer geringen Ausprägung von Einsamkeit kooperative sportliche Aktivitäten bevorzugen sollten. Abstract Loneliness, resulting from a qualitative lack of social relations of an individual, is an individual as well as societal problem due to numerous negative consequences. Social relations, for instance, arise and are part of sport participation, an inherent part of society. Based on these assump-tions, three successive studies investigated whether loneliness is influ-enced by sport participation and whether there are conditions under which sport participation is able to reduce loneliness. Study 1 revealed that physically active people do not differ from the total population con-sidering perceived loneliness. Study 1 and 2 suggested that people, who perceive social well-being within their sport group, are less lonely than those reporting lower social well-being. Furthermore the results indicate, that people who strongly identify with their sport group, show less per-ceived loneliness, if their sport group is considered as important for them. A third, experimental study showed that the relationship aspect within social well-being, reflecting how involved people perceive themselves in a social situation, is particularly high, when the physical task is cooperative in nature. It can be concluded that people who aim at reducing their lone-liness, should engage in cooperative physical tasks.

Typ des Eintrags:Hochschulschrift (Dissertation)
Themengebiete:A Allgemeines > AC Alle Werke
ID-Code:436
Hinterlegt von:Dr. Fabian Pels
Hinterlegt am:18 Jun 2014 08:04
Letzte Änderung:03 Jul 2014 10:24

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