Frühindikatoren und Eingrenzungsfaktoren zur Identifikation und Beschreibung von Interventionsbedarf im Rahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung. Eine empirische Studie zur mehrstufigen Gesundheitsanalyse im Betrieb.

Czarny, Maciej (2010) Frühindikatoren und Eingrenzungsfaktoren zur Identifikation und Beschreibung von Interventionsbedarf im Rahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung. Eine empirische Studie zur mehrstufigen Gesundheitsanalyse im Betrieb. Dissertation thesis, Deutsche Sporthochschule Köln.

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Kurzfassung

Maciej Czarny (2010): Frühindikatoren und Eingrenzungsfaktoren zur Identifikation und Beschreibung von Interventionsbedarf im Rahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung - Eine empirische Studie zur mehrstufigen Gesundheitsanalyse im Betrieb. Dissertation an der Deutschen Sporthochschule Köln. Vor dem Hintergrund der gesamtgesellschaftlichen und gesundheitspolitischen Entwicklung gewinnen nachhaltige Konzepte zur Gesundheitsförderung und Prävention im Setting Betrieb zunehmend an Bedeutung. Eine nachhaltige und zielgruppenspezifische Umsetzung gezielter Maßnahmen setzt voraus, dass potentieller Interventionsbedarf im Rahmen des Kernprozesses der Gesundheitsanalyse bereits auf betrieblicher Ebene möglichst frühzeitig identifiziert und eingegrenzt wird. In Anbetracht der bisherigen Strategien zur Betrieblichen Gesundheitsförderung besteht ein konkreter Bedarf zur Weiterentwicklung der betrieblichen Gesundheitsanalyse in Richtung einer systematischen, indikatorgestützten Gesundheitsberichterstattung. In der vorliegenden Arbeit wird ein mehrstufiger Ansatz zur betrieblichen Gesundheitsanalyse vorgestellt und umgesetzt. Im Vordergrund steht die empirische Untersuchung relevanter Einflussfaktoren auf die Gesundheitssituation von Beschäftigten sowie der Ermittlung und Überprüfung entscheidungsrelevanter Frühindikatoren und Eingrenzungsfaktoren für Interventionsbedarf. Unter Berücksichtigung des multifaktoriell bestimmten Verhältnisses zwischen Arbeit und Gesundheit stellt die Ableitung eines theoretischen Modells zur Entstehung von krankheitsbedingten Fehlzeiten den Ausgangspunkt der Untersuchung dar. Die multizentrische Studie in einem Unternehmen des Dienstleistungssektors stützt sich auf die mehrstufige Analyse von Routinedaten der Krankenversicherung, die Auswertung der betrieblichen Daten zu krankheitsbedingten Fehlzeiten sowie auf eine Mitarbeiterumfrage. Die Ergebnisse belegen signifikante Zusammenhänge zwischen hohen arbeitsbezogenen Ressourcen und niedrigen krankheitsbedingten Fehlzeiten. Hohe Belastungen zeigen signifikante Zusammenhänge zu erhöhten Fehlzeiten auf. Die Bestimmungsfaktoren zur Entstehung krankheitsbedingter Fehlzeiten, das körperliche und das psychische Gesundheitsbefinden, sowie die Arbeitszufriedenheit können durch unterschiedliche Prädiktoren- bzw. Merkmalskombinationen vorhergesagt werden. Daraus ergeben sich unterschiedliche inhaltliche Ansätze für gezielte Interventionen. Die Anzahl der Krankheitsfälle innerhalb von max. 12 Monaten erweist sich als ein entscheidungsrelevanter Indikator für künftig auffällige Fehlzeitenverläufe von Beschäftigten. Kombinierte Indikatorwerte aus der Anzahl der Krankheitsfälle und der Anzahl der Krankheitstage innerhalb von max. 24 Monaten weist auf potentielle Fehlentwicklungen des psychischen und des körperlichen Gesundheitsbefindens sowie der Arbeitszufriedenheit hin. Die mehrstufige betriebliche Gesundheitsanalyse bietet die Möglichkeit zum umfassenden Erkenntnisgewinn über gesundheitsrelevante Zusammenhänge im betrieblichen Kontext. Für die bedarfsgerechte und gezielte Umsetzung von gesundheitsbezogenen Aktivitäten im Unternehmen ist die Integration der einzelnen Analyseelemente und Daten in einen gesamtanalytischen Ansatz zur systematischen Gesundheitsberichterstattung eine notwendige Voraussetzung. Maciej Czarny (2010) Early indicators and specific criteria to identify and to describe the need for intervention within the scope of workplace health promotion - An empirical study of multi-step workplace-related health factor analysis. Dissertation at the German Sports University Cologne. In the context of the general sociological and health-care related political developments, sustainable concepts of health promotion and prevention in the workplace environment are gaining more and more significance. A sustained and target group-related implementation of specific measures requires that – within the scope of the basic process of health factor analysis – a potential need for intervention is identified and narrowed down in the workplace environment as early as possible. In view of the current strategies of workplace health promotion there is a definite demand for a continued development of workplace-related health factor analysis toward systematic, indicator-based health reporting. This thesis presents and realizes a multi-step approach to workplace-related health factor analysis. The emphasis is on the empirical study of relevant factors influencing the health situation of employees as well as the establishing and examination of relevant early indicators and criteria to determine the need for intervention. The derivation of a theoretical model for the origin of illness-related absentee hours is the starting point of this study, taking into consideration the relationship of work and health that is determined by many factors. The multi-centered study in a service sector company is based on a step-by-step analysis of routine data of the health insurance company, the evaluation of company data about illness-related absentee hours as well as a survey of the employees. The results show a significant relation between strong work-related resources and low illness-related absentee hours. High pressure shows a significant relation to increased absentee hours. The determining factors for the development of illness-related absentee hours, the physical and psychological well-being, as well as the job satisfaction can be predicted through different combinations of indicators or characteristics. This results in different approaches for specific ways of intervention. The number of illnesses within a maximum of 12 months is a relevant indicator for the development of future absentee hours of employees. The combination of indicators based on the number of illnesses and the amount of illness-related absentee days within a maximum of 24 months points toward a potentially deficient development of the psychological and physiological well-being as well as job satisfaction. The multi-step, company-based health factor analysis offers the possibility to gain comprehensive insights into health-relevant connections within a workplace context. The integration of the individual elements and data of the analysis into a comprehensive approach to systematic health reporting is the necessary prerequisite for an appropriate and well-directed realization of health-related activities within a company.

Typ des Eintrags:Hochschulschrift (Dissertation)
Themengebiete:A Allgemeines > AC Alle Werke
ID-Code:252
Hinterlegt von:Ute Gößnitzer
Hinterlegt am:08 Jul 2011 10:19
Letzte Änderung:08 Jul 2011 10:19

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