Zur Funktionsweise von Sportevents – Eine theoretisch-empirische Analyse der Entstehung und Rolle von Images sowie deren Interdependenzen zwischen Events und Destinationen

Hallmann, Kirstin (2010) Zur Funktionsweise von Sportevents – Eine theoretisch-empirische Analyse der Entstehung und Rolle von Images sowie deren Interdependenzen zwischen Events und Destinationen. Dissertation thesis, Deutsche Sporthochschule Köln.

[img]PDF (Dissertation) - Requires a PDF viewer such as GSview, Xpdf or Adobe Acrobat Reader
11Mb

Kurzfassung

In zunehmend gesättigten Märkten mit homogenen Produkten und Dienstleistungen können Events als Differenzierung über ihre Emotionalisierung, ein besonderes Merkmal von Events und von Sportevents im Besonderen, beitragen. Destinationen stehen auf dem Tourismusmarkt im Wettbewerb zueinander und versuchen, Alleinstellungskriterien zu erarbeiten, um sich für Reisende attraktiv zu machen. Ein Sportevent kann eine unique selling proposition darstellen und die Marktposition der Destination verbessern. Die vorliegende Arbeit analysiert die Funktionsweise von Sportevents. Ein besonderer Fokus liegt darauf, wie Images von Sportevents in verschiedenen Sportarten und ihrer Austragungsorte konstruiert sind, ob eine Image-Passfähigkeit zwischen den Images besteht und welche Bedingungen für einen Image-Fit zwischen Sportevent und Destination förderlich. Auf Basis diverser Studien zu Sportevents allgemein und deren Funktionsweise, des Destinations- und Sportevent-Image sowie zur Image-Passfähigkeit wurde ein theoretisches Modell entwickelt, welches die Indikatoren der Images und der Image-Passfähigkeit umfasst. Im Rahmen einer standardisierten, schriftlichen Befragung wurden Teilnehmer und Zuschauer bei 24 Sportevents in zehn Sportarten in Deutschland zum Image der Veranstaltung und des Austragungsorts befragt (n = 7.331). Die faktorenanalytische Überprüfung zeigte auf, dass es sieben allgemeingültige Faktoren für das Sportevent- und das Destinationsimage gibt. Jedoch gibt es darüber hinaus auch sportartspezifische Unterschiede und Ergänzungen der Imagekomponenten. Die Images beeinflussen mögliche Folgebesuche wie die Analyse mittels Strukturgleichungsmodellen aufzeigte. Sportartübergreifend konnte dargestellt werden, dass die Image-Werte für das Sportevent höher als die der Destination sind. Die Image-Passfähigkeit ist bei allen untersuchten Events als gut bis extrem hoch einzustufen, liegt sportartspezifisch zwischen den Werten 0,69 und 0,78 und sportartübergreifend bei 0,74 auf einer Skala von 0 (kein Fit) bis 1 (perfekter Fit). Die regressionsanalytische Überprüfung konnte sportartspezifische Unterschiede von Einflüssen auf die Image-Passfähigkeit und auf mögliche Folgebesuche der Destination und des Sportevents aufdecken. Implikationen für das Marketing von Sportevents und Destination werden auf Basis der Resultate erarbeitet und kurz präsentiert. Abstract Events can contribute to differentiate products and services due to their emotional component which is a characteristic of events and in particular of sport events. Destinations are competing in their tourism markets against each other and try to establish unique selling propositions (USP) in order to attract tourists. A sport event can represent an USP und strengthen the destination’s market position. This study analyses the effects of sport events focusing on the construction of sport event and destination images and the way they interact. A focal point is the image congruence between these two images and what conditions favour image congruence. A theoretical model was developed based on a literature review on the effects and peculiarities of sport events, the interdependencies of sport event and destination image and possible drivers for image congruence. Using a standardised, self-administered questionnaire, active and passive sport tourists were asked at 24 sport events in ten sports in Germany to indicate their image of the sport event and the hosting destination (n = 7,331). Confirmatory factor analyses revealed that there are seven common indicators for sport event and destination image. However, sport-specific differences and peculiarities could be detected. The two images influence future intention to revisit as structural equation models showed. Image values for the sport events were found to be higher than the image values for the destination. The image congruence was for all analysed events good to extremely good. The values on the congruence index showed values between 0.69 and 0.78 for the sport-specific studies. The overall image congruence can be reported with 0.74 on a scale from 0 (no fit) to 1 (perfect fit). Further sport-specific differences regarding the influence of variables on image congruence could be revealed. Implications for sport event and destination marketing are given based on the results.

Typ des Eintrags:Hochschulschrift (Dissertation)
Stichwörter:Sportevents, Sporttourismus, Image, Destination, Image-Fit, Image-Passfähigkeit
Themengebiete:A Allgemeines > AC Alle Werke
ID-Code:187
Hinterlegt von:Kirstin Hallmann
Hinterlegt am:20 Apr 2010 11:52
Letzte Änderung:20 Apr 2010 11:52

Nur für Mitarbeiter des Archivs: Kontrollseite des Eintrags